Der Tibet-Terrier besitzt ein dickes, üppiges Haarkleid, welches natürlich regelmäßig gepflegt werden sollte. Schon im Welpenalter von vier bis fünf Wochen fange ich an, die Kleinen daran zu gewöhnen. Suchen Sie sich einen geeigneten Platz aus, wie z.B. einen Tisch, Trimmtisch, aber auch das Bügelbrett kann es sein. Ganz spielerisch versuche ich dann den Welpen auf die Seite zu legen und mit einer weichen Bürste sanft das Fell zu bürsten. Selbstverständlich bleibt er nicht gleich liegen, aber mit einem kleinen Leckerli klappt es schon bald. Auf keinen Fall aufgeben, denn Sie sind der Chef im Haus, und Ihr Rücken wird es Ihnen später danken. Hat der Welpe seine Sache gut gemacht wird er überschwänglich gelobt. Diese Prozedur versuche ich so oft wie möglich zu machen, mindestens aber zwei- bis dreimal die Woche, maximal fünf Minuten.

Mit sechs Monaten hat der Tibet-Terrier schon ein beachtliches Fell. Wenn Sie gut geübt haben, wird es ihm keine Probleme bereiten sich in der Seitenlage von Ihnen kämmen zu lassen. Auch im Stehen wird er sich ruhig verhalten. Jetzt benutze ich einen grob zinkigen Kamm und eine Drahtbürste ohne Noppen. Niemals sollte der Tibet-Terrier trocken gebürstet werden. In einer Sprühflasche mische ich Wasser mit einer Pflegelotion (man kann auch etwas Mandelblütenöl nehmen). Den Hund einsprühen und vorsichtig erst mit der Bürste dann mit dem Kamm Strich für Strich durcharbeiten. Es ist wichtig, dass man wirklich bis zur Haut vorsichtig kämmt. Zum Schluss wird ein Mittelscheitel gezogen, nun wird er auf dem Tisch noch einmal in Position gestellt und fertig ist der kleine Liebling. Wenn man ganz konsequent ist, ich sage immer ein- bis zweimal die Woche gründlich kämmen, dann dürfte es zu keiner Verfilzung kommen. Sollte es doch einmal passieren, den Hund gut anfeuchten und mit dem Kamm vorsichtig die Knoten lösen. Es braucht seine Zeit, nicht verzweifeln, sonst bleibt nur noch die Schermaschine.

Baden sollte man den Hund nur, wenn es nötig ist. Beim Rüden gerade in der Wachstumsphase sollte man öfter, ich sage immer eine Unterbodenwäsche vornehmen. Denn mit dem Stehen beim Pippimachen klappt es zu Anfang noch nicht so richtig. Ab in die Dusche und mit handwarmen Wasser Bauch und Füßchen abduschen. Sollte einmal eine ganze Wäsche vonnöten sein, bitte ein gutes Hunde-Shampoo (kein Menschen-Shampoo) benutzen. Shampoonieren sie Ihren Hund gut ein, leicht massieren und den Schaum sehr, sehr gründlich mit Wasser ausspülen. Ich empfehle jetzt eine Spülung mit Lanolin oder eine Spülung mit wasserlöslichem Öl. Spülen sie diese nur kurz aus. Das Wasser mit dem Handtuch ausdrücken, nicht rubbeln, die Haare würden brechen. Man kann den Hund jetzt trocken fönen oder an der Luft trocknen lassen. Zur Ausstellung wird er selbstverständlich gefönt und gekämmt.

Diese kleine Pflegeanleitung soll Ihnen helfen viel Spaß und Freude
an Ihrem Tibet-Terrier zu haben.

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